Über uns

Wir sind Irene und Sebastian, stolze Eltern von drei wunderbaren Kindern und absolute Reisejunkies. Seit Jahren bereisen wir verschiedene Länder, um die Welt zu entdecken und gemeinsam als Familie Abenteuer zu erleben.

Unsere Reisesucht begann mit einem einfachen Traum: Wir wollten unseren Kindern zeigen, wie groß und vielfältig die Welt ist, und ihnen eine Bildung ermöglichen, die weit über das hinausgeht, was in einem Klassenzimmer vermittelt werden kann. Also kauften wir uns im Jahr 2017 ein Wohnmobil und bereisten Europa. Im Sommer 2025 haben wir die Kinder von der Schule beurlauben lassen und zu einer einjährigen Weltreise aufgebrochen.

Seitdem haben wir atemberaubende Orte und spannende Kulturen kennengelernt und unvergessliche Erlebnisse und Erinnerungen gesammelt. Jeder Ort hat uns als Familie bereichert. 

Auf dieser Seite möchten wir unsere Abenteuer mit Dir teilen. Hier findest du unsere Reiseberichte, praktische Tipps und Inspirationen für Dein eigenes Abenteuer.

Wir möchten zeigen, dass ein Leben voller Reisen und Freiheit möglich ist – auch und gerade mit Kindern und trotz Schule!

Unsere Werte sind Offenheit, Neugier und der Mut, neue Wege zu gehen. Wenn wir eins gelernt haben, dann das: Die besten Erinnerungen entstehen oft abseits der ausgetretenen Pfade.

Schön, dass Du uns auf unserer Reise begleitest!

Irene & Sebastian

Abschied von Victoria

Nach den intensiven Tagen auf der Schaffarm von Karen und Geoff fällt uns der Abschied nicht leicht. Zu sehr haben wir uns an das Leben dort gewöhnt – an die Arbeit, die Weite, die Begegnungen. Doch unsere Reise geht weiter. Wir steigen ins Auto und machen uns auf den Weg Richtung Ballarat.

Ein Ort der Stille – The Great Stupa of Compassion

Unser erster Stopp liegt unweit von Bendigo: die Great Stupa of Universal Compassion.

Schon von Weitem ragt die goldene Spitze in den Himmel – ein Anblick, den man hier, mitten im ländlichen Victoria, kaum erwarten würde. Die Stupa gehört zu den größten buddhistischen Bauwerken der westlichen Welt und wurde als Ort des Friedens, der Meditation und des Mitgefühls errichtet. Inspiriert ist sie von der berühmten Gyantse-Stupa in Tibet, und im Inneren befindet sich unter anderem eine der größten Buddha-Statuen Australiens.

Nach all den Wochen in Asien ist uns der Buddhismus nicht mehr fremd. Im Gegenteil – vieles fühlt sich vertraut an. Die Farben, die Symbole, die ruhige, fast schwebende Atmosphäre. Wir gehen langsam um die Stupa herum (natürlich im Uhrzeigersinn), lassen den Ort auf uns wirken.

 

Es ist einer dieser Momente, in denen wir spüren, wie sehr uns diese Reise verändert hat.

 

Goldgräbercharme: Maldon und Daylesford

Weiter geht es Richtung Ballarat, doch wir nehmen uns Zeit für zwei kleine Orte, die wie aus einer anderen Zeit wirken.

Maldon ist ein perfekt erhaltenes Goldgräberstädtchen aus dem 19. Jahrhundert. Die historischen Fassaden, die kleinen Läden, die breite Hauptstraße – alles wirkt, als hätte man die Zeit einfach angehalten. Kein Kitsch, keine Inszenierung, sondern echte Geschichte, die noch spürbar ist.

Ganz anders, aber ebenso charmant ist Daylesford. Der Ort ist bekannt für seine Mineralquellen, seine entspannte Atmosphäre und eine gewisse künstlerische Leichtigkeit. Cafés, kleine Galerien, Menschen, die sich Zeit nehmen.

Wir halten an den Hepburn Springs, füllen unsere Flaschen mit dem mineralhaltigen Wasser und probieren es direkt vor Ort. Der Geschmack ist… besonders. Aber der Gedanke, hier aus einer natürlichen Quelle zu trinken, hat etwas Ursprüngliches.

 

Ballarat

Am Nachmittag erreichen wir Ballarat, wo wir unsere nächste Unterkunft beziehen. Unser Haus liegt direkt am Lake Wendouree – eine traumhafte Lage. Der See glitzert in der Sonne, Schwäne ziehen ruhig ihre Bahnen, Spaziergänger und Jogger umrunden das Ufer.

Ballarat selbst ist eine Stadt mit Geschichte. Während des Goldrauschs im 19. Jahrhundert war sie eine der reichsten Städte der Welt. Noch heute zeugen prächtige Gebäude und breite Straßen von dieser Zeit.

 

Am Abend gehen wir essen – und zwar vietnamesisch. Das Restaurant heißt passenderweise „Hoi An“.

Schon beim ersten Bissen merken wir, wie sehr uns das vietnamesische Essen gefehlt hat. Die Aromen, die Frische, die Leichtigkeit. Wir sitzen da, essen, lachen – und schwelgen in Erinnerungen. Gleichzeitig wächst die Vorfreude auf unsere Rückkehr nach Vietnam.

Abende am See

Die nächsten Tage in Ballarat verlaufen ruhig.

Der botanische Garten liegt nur wenige Minuten von unserem Haus entfernt. Abends spazieren wir durch die gepflegten Anlagen, vorbei an alten Bäumen, Blumenbeeten und Skulpturen.

Danach geht es weiter am See entlang.

Die Sonne sinkt langsam, das Licht wird weich, und wir genießen diese ruhigen Momente nach all den intensiven Wochen zuvor.

 

Mystische Wälder im Yarra Ranges Nationalpark

Nach ein paar Tagen brechen wir wieder auf. Unser nächstes Ziel: der Yarra Ranges Nationalpark.

Schon die Fahrt dorthin verändert die Landschaft. Die Luft wird feuchter, die Vegetation dichter. Und plötzlich sind wir mitten in einer anderen Welt.

Gigantische Farnwälder, hohe Bäume, die bis in die Wolken zu ragen scheinen, und eine fast mystische Stimmung. Der Wald wirkt uralt, beinahe wie aus einer anderen Zeit.

Wir fahren über schmale, teilweise abenteuerliche Pisten, halten immer wieder an kleinen Lichtungen, Wasserläufen und Aussichtspunkten.

In dieser mystischen Umgebung begegnen wir einigen Lyrebirds. Diese außergewöhnlichen Vögel mit ihren auffälligen Schwanzfedern, bekannt für ihre Fähigkeit, Geräusche perfekt zu imitieren, huschen durch das Unterholz. Ein besonderer Moment – still, flüchtig und doch eindrücklich.

 

Abschied von Victoria

Doch irgendwann ist es wieder so weit.

Wir verlassen die Yarra Ranges und kehren zurück in die Zivilisation. Ein letztes Mal sortieren wir unser Gepäck, wägen ab, was wir wirklich brauchen, und bringen unsere Koffer auf die erlaubten 20 Kilogramm.

Vor uns liegt der nächste Flug. Sydney wartet und ein neues letzte Kapitel unserer Reise.