Unsere Weltreise

Küstenwunder und Berglandschaften in Victoria

Great Ocean Road & Grampians

Der Abschied von der Bayside fällt uns schwer. Wir verlassen unser tolles Haus in Beaumaris, verabschieden uns von Sebastians Familie, schauen ein letztes Mal über die ruhige Weite der Port Phillip Bay und steigen dann ins Auto. Vor uns liegt ein neues Kapitel unseres Roadtrips durch Australien – eines, auf das wir uns schon lange gefreut haben.

Unser Ziel ist eine Straße, deren Name unter Reisenden fast schon mythisch klingt: die Great Ocean Road.

Eine Straße mit Geschichte

Die Great Ocean Road zählt zu den berühmtesten Küstenstraßen der Welt. Sie führt über mehr als 240 Kilometer entlang der Südküste Victorias zwischen Torquay und Allansford. Doch sie ist nicht nur eine spektakuläre Panoramastraße – sie ist auch ein Denkmal.

 

Gebaut wurde sie zwischen 1919 und 1932 von heimkehrenden Soldaten des Ersten Weltkriegs. Tausende Veteranen fanden hier Arbeit, während sie sich nach den traumatischen Kriegserfahrungen ein neues Leben aufbauten. Mit einfachen Werkzeugen sprengten sie sich buchstäblich durch die steilen Klippen und legten eine Straße an, die sich wie ein schmales Band an die Küste schmiegt. Bis heute gilt sie als das größte Kriegsdenkmal der Welt, gewidmet den gefallenen Soldaten des Krieges.

Wir beschließen, die Strecke in zwei Etappen zu fahren – und lassen uns Zeit.

 

Teil 1 – Entlang der Küste bis Apollo Bay

Unser erster Stopp liegt nur wenige Kilometer nach dem Start: Aireys Inlet mit dem markanten Split Point Lighthouse. Der weiße Leuchtturm steht auf einer Klippe über dem Meer und wirkt fast wie aus einem Bilderbuch. Von hier oben weht ein kräftiger Wind, und die Aussicht über die wilde Küste gibt einen ersten Vorgeschmack auf das, was uns erwartet.

Wenig später erreichen wir den ikonischen Bogen, der den offiziellen Beginn der Great Ocean Road markiert. Natürlich halten wir kurz an, steigen aus und machen ein Foto – ein kleines Ritual für alle, die diese legendäre Strecke befahren.

Doch statt direkt an der Küste weiterzufahren, biegen wir zunächst ins Hinterland ab. Die Straße windet sich plötzlich durch dichten Wald, und innerhalb weniger Minuten verändert sich die Landschaft völlig.

 

Farnwälder und Wasserfälle

Wir erreichen die Erskine Falls im Great Otway National Park. Ein schmaler Pfad führt zum Aussichtspunkt oberhalb des Wasserfalls. Von hier sehen wir das Wasser in zwei Kaskaden in die Tiefe stürzen, umgeben von dichtem Farnwald.

Leider ist der Weg hinunter zum Fuß des Wasserfalls gesperrt. Die schweren Überschwemmungen der letzten Monate haben den Pfad stark beschädigt. So bleibt uns nur der Blick von oben – aber auch der ist beeindruckend.

Wir fahren zurück Richtung Küste. Statt der steilen Wanderung an den Erskine Falls halten wir an den  kleineren und etwas unbekannteren Sheoak Falls. Sie sind mit einer kurzen Wanderung direkt von der Great Ocean Road aus zu erreichen.

Danach wartet einer der berühmtesten Aussichtspunkte der Strecke.

 

Teddy’s Lookout – Der erste große Wow-Moment

Vom Teddy’s Lookout sehen wir zum ersten Mal die Great Ocean Road so, wie sie auf Postkarten aussieht: eine schmale Straße, die sich in engen Kurven an steile Felsen klammert, während tief unten das türkisfarbene Meer gegen die Küste brandet.

Man kann sich kaum vorstellen, dass diese Straße vor über hundert Jahren von Hand in den Fels geschlagen wurde.

Von hier aus fahren wir gemächlich weiter nach Westen. Immer wieder halten wir an Aussichtspunkten, steigen aus, lassen den Blick über die Küste schweifen.

Gegen Abend erreichen wir unser Tagesziel: Apollo Bay.

Der kleine Ort liegt idyllisch zwischen Ozean und Regenwald. Wir übernachten in einem Hostel, kochen uns in der Gemeinschaftsküche ein einfaches, aber köstliches Abendessen und fallen anschließend müde ins Bett. Morgen wartet der zweite Teil der Great Ocean Road.

 

Teil 2 – Regenwald, Leuchttürme und die Apostel

Der nächste Morgen beginnt nicht an der Küste, sondern tief im Hinterland des Great Otway National Park.

Die Straße führt über rund 40 Kilometer durch einen dichten, beinahe urzeitlichen Wald. Riesige Baumfarne spannen ihre grünen Schirme über die Straße, Eukalyptusbäume ragen hoch in den Himmel. Es fühlt sich an, als könnte jederzeit ein urzeitlicher Dinosaurier aus dem Dickicht hervorkommen.

Unser erster Halt sind die Hopetoun Falls.

Ein steiler Pfad führt hinunter zum Felspool am Fuß des Wasserfalls. Die Luft ist feucht und kühl, das Rauschen des Wassers erfüllt den Wald. Hier unten herrscht eine fast mystische Stimmung – als hätten wir einen verborgenen Ort entdeckt.

Wir saugen die Stille auf und genießen die Einsamkeit inmitten dieser faszinierenden Natur.

Nur wenige Kilometer weiter wartet dann eine weitere Überraschung.

 

Ein Wald aus Mammutbäumen

Mitten im australischen Regenwald stehen plötzlich kalifornische Redwood-Mammutbäume.

Vor rund hundert Jahren wurden diese Bäume hier angepflanzt, ursprünglich für die Holzgewinnung. Doch das Projekt wurde nie wirklich fortgeführt – und so stehen sie heute als stiller, monumentaler Wald da.

Wir schlendern lange zwischen den riesigen Stämmen hindurch. In der nähe plätschert ein idyllischer Creek. Die Stille ist fast vollkommen.

 

Cape Otway – Wächter der gefährlichen Bass Strait

Zurück an der Küste fahren wir zum Cape Otway Lighthouse.

Der Leuchtturm steht an einer der gefährlichsten Seepassagen Australiens – der Bass Strait, dem oft stürmischen Seegebiet zwischen dem australischen Festland und Tasmanien. Starke Winde, tückische Strömungen und unzählige Riffe haben hier über Jahrhunderte zahlreiche Schiffe in den Untergang getrieben.

Ein Guide erzählt uns eindrucksvoll von den dramatischen Schiffbrüchen der Vergangenheit und davon, wie wichtig der 1848 errichtete Leuchtturm für die Sicherheit der Schifffahrt war.

Man versteht sofort, warum diese Küste einst den Beinamen „Shipwreck Coast“ erhielt.

 

Gibson Steps – Strand zwischen den Klippen

Wir fahren weiter auf der kurvigen Great Ocean Road. Die Küste wird immer steiler. Unser nächster Stopp sind die Gibson Steps.

Eine steile Treppe mit 86 Stufen führt hinunter zum malerischen Strand. Von hier unten wirken die gewaltigen Kalksteinfelsen noch imposanter als von oben. Die Wellen rollen langsam über den breiten Sand, und die bis zu 70 m hohen Felsen ragen hinter uns wie eine gewaltige Mauer aus dem Meer, darüber spannt sich ein dramatischer Himmel.

Wir setzen uns in den Sand und lassen die Atmosphäre auf uns wirken und machen eine ausgedehnte Pause.

 

Die Twelve Apostles

Dann erreichen wir den wohl berühmtesten Ort der Great Ocean Road: die Twelve Apostles.

Die bis zu 45 Meter hohen Kalksteinfelsen stehen wie gigantische Säulen im Meer. Sie sind Überreste einer einst zusammenhängenden Steilküste, die über Jahrtausende durch Wind und Wellen erodiert wurde. Heute stehen nur noch sieben von den einstmals zwölf Felsen.

Der Name „Twelve Apostles“ entstand übrigens erst in den 1920er-Jahren – ursprünglich nannte man sie schlicht „The Sow and Piglets“.

Der Parkplatz ist voll, Menschen aus aller Welt stehen an den Aussichtspunkten. Der Massentourismus nimmt dem Ort ein wenig von seiner Magie – und doch bleibt der Anblick beeindruckend.

 

Weitere Stopps entlang der Shipwreck Coast

Wir fahren weiter entlang der Küste und halten an den zahlreichen Lookouts, z.B. am Razorback Lookout, wo eine schmale Felsnadel spektakulär aus dem Meer ragt.

Kurz darauf erreichen wir die berühmte London Bridge – eine natürliche Felsbrücke, die mit ihren flachen Bögen, an das Original in der Hauptstadt Englands erinnert. Der Mittelteil der Felsbrücke ist allerdings 1990 eingestürzt. Zwei Touristen strandeten damals auf dem verbliebenen Felsen und mussten per Helikopter gerettet werden.

Am Abend dieses langen Tages erreichen wir Warrnambool. Zu müde zum Kochen bestellen wir uns eine Pizza und fallen erschöpft ins Bett.

 

Die Grampians – Victorias wilde Berge

Nach der Küste wartet bereits das nächste Highlight: die Grampians.

Der Gebirgszug entstand vor etwa 400 Millionen Jahren aus gewaltigen Sandsteinablagerungen, die später durch tektonische Bewegungen angehoben und gefaltet wurden. Heute bilden die Grampians eine beeindruckende Landschaft aus steilen Felswänden, tiefen Schluchten und weiten Tälern.

Wir halten kurz im Visitor Centre in Dunkeld, um uns über Wanderrouten zu informieren, und fahren dann direkt in den Nationalpark.

Das Wetter ist zunächst alles andere als ideal. Nebel liegt über den Bergen, die Straßen sind feucht. Wir müssen vorsichtig fahren. Immer wieder tauchen plötzlich Kängurus auf der Straße auf – und sogar Emus.

 

Mount William – Gipfel im Nebel

Trotz des Wetters beschließen wir, den Mount William zu besteigen, den höchsten Punkt der Grampians.

Vom Parkplatz aus sind es etwa zwei Kilometer bis zum Gipfel, allerdings konstant steil bergauf. Die rund zweihundert Höhenmeter sorgen für ein ordentliches Cardio-Training.

Oben auf 1.167 Metern angekommen sehen wir allerdings nicht viel – wir stehen mitten in den Wolken. Doch auch das hat seinen Reiz. Erinnerungen an unsere letzte Australienreise werden wach, als wir diese Wanderung schon einmal unternommen haben. - Damals mit einem fantastischen Ausblick über den Grampians Nationalpark.

 

Halls Gap – Natur überall

Nach dieser Wanderung fahren wir weiter ins Herz des Nationalparks nach Halls Gap.

Dort halten wir kurz im Brambuk National Park & Cultural Centre, bevor wir auf dem Campground eine kleine Cabin beziehen.

Rund um uns herum wimmelt es von Leben:
Kängurus grasen zwischen den Hütten, Kakadus kreischen in den Bäumen, farbenprächtige Rosellas, Magpies und Kookaburras fliegen umher und erfüllen die Luft mit ihren Gesängen. Zwei Kakadus klettern sogar in unseren Kofferraum, während wir unser Auto auspacken.

Wir können uns gar nicht sattsehen.

 

 

Der Wonderland Walk

Am nächsten Morgen zeigt sich der Nationalpark von seiner schönsten Seite. Der Nebel ist verschwunden, die Luft ist klar, und über den Bergen liegt ein strahlend blauer Himmel. 28 Grad, Sonnenschein – perfektes Wanderwetter.

Wir schnüren unsere Schuhe und machen uns auf den Weg zum Wonderland Walk, einer der bekanntesten und spektakulärsten Wanderungen der Grampians.

Schon nach wenigen Minuten tauchen wir in eine völlig andere Welt ein. Der Pfad führt zunächst durch lichte Eukalyptuswälder, doch bald rücken die Felsen näher zusammen. Die Landschaft wird dramatischer, zerklüfteter, beinahe labyrinthartig. Riesige Sandsteinblöcke liegen übereinander gestapelt, als hätte ein Riese sie hier abgeladen.

Der Weg windet sich durch enge Schluchten und Felsformationen, über Steinstufen und schmale Pfade. Immer wieder öffnen sich kleine Lichtungen, von denen wir zurück auf das Tal von Halls Gap blicken können.

Besonders beeindruckend ist der Abschnitt durch den Grand Canyon der Grampians. Die Felswände ragen hier steil und dicht nebeneinander auf, der Weg führt durch schmale Passagen und über natürliche Treppenstufen aus Sandstein. Es ist kühl im Schatten der hohen Wände, und das Licht fällt nur in schmalen Streifen zwischen die Felsen.

Wir klettern weiter, vorbei an den idyllischen Bridal Veil Falls und mit jedem Höhenmeter wird die Landschaft um uns herum wilder und spektakulärer. Immer wieder halten wir an, drehen uns um und staunen darüber, wie weit wir bereits über dem Tal stehen.

Bevor wir ganz oben ankommen, wird er Weg sehr schmal und führt durch eine tief eingeschnittene steile Schlucht, die kaum breiter ist als einen bis zwei Meter. Diese schnurgerade "Silent Street" öffnet sich schließlich zu Hochplateau, dem Ziel der Wanderung.

Dann stehen wir endlich am Pinnacle Lookout, etwa 500 Meter direkt über Halls Gap.

Unter uns breitet sich der gesamte Nationalpark aus: sanfte Täler, endlose Wälder, zerklüftete Felsketten, die sich bis zum Horizont ziehen. Die Luft ist klar, und die Aussicht wirkt beinahe grenzenlos.

Wir bleiben lange dort oben sitzen. Trinken Wasser, essen ein paar Snacks und lassen einfach nur den Blick schweifen.

Dieser Moment gehört definitiv zu den schönsten unserer Reise.

Dort oben treffen wir eine Reisegruppe aus Deutschland: Schüler aus Baden-Württemberg auf einem Schüleraustausch. Eigentlich wollten sie schon längst wieder zurück sein in Deutschland, aber aufgrund des Krieges im Mittleren Osten gibt es derzeit für sie keine Möglichkeit zurückzukehren. Also vertreiben sie sich die Zeit mit Wanderungen. Wir sind eine kleine Sensation für die Schülerinnen und Schüler im Alter von Maximilian und Marlene. Sie sind begeistert von der Idee, ein Jahr auf Reisen zu gehen. 

 

Noch mehr Ausblicke

Später fahren wir noch zum Boroka Lookout, der ebenfalls fantastische Ausblicke bietet – dieses Mal ganz ohne anstrengende Wanderung.

Auch in Halls Gap selbst gibt es einiges zu entdecken. Direkt hinter unserem Campground liegen die Venus Baths, kleine natürliche Pools in einem felsigen Bachlauf. Ganz in der Nähe befindet sich zudem ein kleiner botanischer Garten.

 

Abschied von den Grampians

Am nächsten Morgen heißt es dann Abschied nehmen von diesem faszinierenden Nationalpark.

Für uns zählen die Grampians zu den schönsten Nationalparks des australischen Bundesstaates Victoria. Die Mischung aus spektakulären Felsformationen, uralten Wäldern und reicher Tierwelt ist einzigartig.

Auf dem Weg hinaus halten wir noch einmal an den Balconies, balkonartigen Felsvorsprüngen, von denen sich erneut ein fantastischer Blick über das weite Tal eröffnet.

Bevor wir die Grampians endgültig verlassen, besuchen wir im Norden des Ntionalparks zwei bedeutende Orte der Aboriginal-Kultur: Ngamadjidj und Gulgurn Manja.

In diesen Felsüberhängen haben die traditionellen Besitzer des Landes vor Tausenden von Jahren Felsmalereien hinterlassen. Handabdrücke und Figuren erzählen Geschichten einer Kultur, die hier seit Jahrtausenden lebt.

Danach verlassen wir die Grampians voller Eindrücke und fahren weiter nach Nordwesten.

Unser nächstes Ziel, das eine komplett neue und andersartige Erfahrung auf unserer Reise darstellen wird, steuern wir mit großer Neugier – und ein wenig Aufregung – an. Ihr dürft gespannt sein.

Warum wir uns für eine Weltreise mit schulpflichtigen Kindern entschieden haben – und was es mit unserem Mindset gemacht hat

Irgendwann gegen Ende des Jahres 2023 haben wir eine Entscheidung getroffen, die unser Leben komplett auf den Kopf stellen würde: Wir nehmen uns eine Auszeit, ein ganzes Jahr, um die Welt zu bereisen. Ein Sabbatjahr – etwas, das für uns lange wie ein schöner Traum klang, aber nie wirklich greifbar war. Doch je mehr wir uns damit befasst haben, desto klarer wurde: Das ist nicht nur ein Traum. Es ist machbar. Es braucht nur das richtige Mindset.

 

Der erste Funke: Warum eigentlich nicht?

Die Idee kam nicht über Nacht. Es war ein schleichender Prozess, ein Gedanke, der immer wieder aufkam, wenn wir von unseren langen Reisen mit unserem Wohnmobil zurückkehrten, in Reiseerinnerungen schwelgten oder uns von Dokumentationen inspirieren ließen. Eigentlich ist unsere Entscheidung im Nachhinein betrachtet nur die logische Konsequenz unserer bisherigen Reiseaktivitäten. Aber da war auch immer diese Stimme im Kopf: Geht das überhaupt? Können wir das wirklich machen? Geht das überhaupt mit schulpflichtigen Kindern?

Anfangs überwogen die Zweifel: der Job, das Haus, die Finanzen, die Schule der Kinder, all die Verpflichtungen des Alltags. Doch dann drehten wir die Frage um: Warum eigentlich nicht? Was hält uns wirklich davon ab?

Mindset: Von „irgendwann“ zu „wir Reisen Jetzt!“

Wir begannen, uns bewusster mit dem Thema zu beschäftigen. Je mehr wir darüber sprachen, desto realer wurde die Vorstellung. Wir lasen Reiseblogs, hörten Podcasts, sprachen mit Menschen, die Ähnliches gewagt hatten. Und vor allem machten wir uns klar: Es gibt immer Gründe, etwas nicht zu tun – aber wenn wir es wirklich wollen, gibt es auch Wege, es möglich zu machen. - Und diese Wege wollen wir jetzt gehen. 

Mit jedem konkreteren Gedanken wurde die Liste der Dinge, die wir klären mussten, länger. Und das war ein gutes Zeichen! Denn es bedeutete, dass wir uns nicht mehr fragten, ob wir es tun, sondern wie wir es umsetzen.

Die To-do-Liste wuchs – und unser Mut auch

Ein Sabbatjahr bedeutet weit mehr als nur eine lange Reise. Es bedeutet, sein komplettes Leben für eine Weile umzustellen. Plötzlich standen wir vor großen Fragen:

Am Anfang fühlten sich diese Fragen wie riesige Hürden an. Doch je tiefer wir einstiegen, desto mehr merkten wir: Alles ist lösbar. Manche Dinge brauchen Mut, andere eine Menge Organisation, aber nichts davon ist unmöglich.

Der Wendepunkt: Wir setzen es in Bewegung

Nachdem wir ein halbes Jahr lang an unserem Mindset gearbeitet hatten, folgten die ersten konkreten Schritte. So richtig verbindlich wurde es aber erst, als wir unseren Plan nicht mehr nur für uns behielten, sondern begannen, darüber zu sprechen. Wir erzählten Familie und Freunden davon – und plötzlich fühlte es sich nicht mehr nur wie eine Idee an, sondern wie eine Realität in der Mache.

Natürlich gab es skeptische Reaktionen. Und was ist mit eurem Betrieb? Ist das nicht riskant? Wie macht ihr das mit der Schule?

Klar, das sind berechtigte Fragen. Aber wir hatten uns bereits so intensiv damit auseinandergesetzt, dass wir darauf Antworten hatten. Und vor allem hatten wir eins: Die Überzeugung, dass wir das Richtige tun.

Irene & Sebastian | wirreisenjetzt.de

Was wir aus diesem Prozess gelernt haben

Eine Weltreise zu planen, ist eine riesige organisatorische Aufgabe. Aber die eigentliche Herausforderung beginnt im Kopf. Sich wirklich auf die Idee einzulassen, anstatt sie nur als „irgendwann mal“ abzutun – das war der größte Schritt.

Unser Learning: Wenn man sich mit einer großen Idee intensiv beschäftigt, verliert sie ihren Schrecken. Die Hürden werden greifbarer – und damit lösbarer. Und am Ende ist es oft nur eine Frage des Mindsets: Träumst Du weiter – oder setzt Du den ersten Schritt?

Wir haben unseren ersten Schritt gemacht. Unsere Reise beginnt.

Irene und Sebastian

Irene & Sebastian | wirreisenjetzt.de