Australien

Great Ocean Road & Grampians: Roadtrip zu den Twelve Apostles und Victorias spektakulärsten Nationalparks
14.03.2026 06:54 Wir fahren die legendäre Great Ocean Road mit Stopps an Leuchttürmen, Wasserfällen und den berühmten Twelve Apostles. Danach geht es in die spektakulären Grampians: Wanderung zum Pinnacle Lookout, Kängurus im Camp und uralte Felsmalereien der Aboriginals. Ein Roadtrip voller Naturwunder in Victoria.
Melbourne und die Port Philip Bay
05.03.2026 07:31 Wir reisen nach Melbourne. Unser HomeExchange in Beaumaris wird zum perfekten Zuhause auf Zeit. Emotionales Familien-Wiedersehen, Mornington Peninsula, Dandenong Ranges und City-Vibes in Melbourne. Zum Abschied wartet das nächste Highlight: die Great Ocean Road.

Mit dem Camper durch Australiens Outback

Von Melbourne nach Darwin

Willkommen zu deinem nächsten Abenteuer! Stell dir vor: endlose Straßen, atemberaubende Landschaften, magische Sonnenuntergänge und das Gefühl völliger Freiheit. Diese Reise führt dich von der pulsierenden Metropole Melbourne durch das faszinierende Outback bis ins tropische Darwin. Mit einem Camper wird diese Route zu deinem persönlichen Zuhause auf vier Rädern – perfekt, um die schönsten Ecken Australiens zu entdecken. Hier nehmen wir Dich mit auf diese legendäre Strecke und geben Dir hilfreiche Tipps für Deine Reise durch das australische Outback.

Melbourne

Der perfekte Startpunkt

Deine Reise beginnt in Melbourne, einer der lebenswertesten und kulturell aufregendsten Städte der Welt – und der wohl coolsten Stadt Australiens. Bevor du deinen Camper belädst und ins Abenteuer startest, lohnt es sich, die Stadt in vollen Zügen zu genießen.

Was Melbourne so besonders macht:

Die Stadt ist bekannt für ihre lebendige Kunst- und Kulturszene. Schlendere durch die ikonischen Gassen der Innenstadt wie Hosier Lane oder AC/DC Lane, die voller beeindruckender Street-Art und Kreativität stecken. Diese versteckten Ecken laden dazu ein, ständig Neues zu entdecken – sei es ein kleines Café, eine Galerie oder ein Boutique-Shop.

Wenn du die lokale Küche und Produkte besser kennenlernen möchtest, solltest du einen Abstecher zum Queen Victoria Market machen. Hier findest du nicht nur frische Vorräte für deinen Roadtrip, sondern auch zahlreiche Food-Stände, die internationale Leckerbissen anbieten.

Entspannung und Natur:

Falls du ein wenig Natur in der Stadt suchst, bieten sich der Royal Botanic Gardens oder ein Spaziergang entlang des Yarra River an. Diese grünen Oasen sind perfekt, um eine Pause vom urbanen Trubel zu machen und Kraft für die bevorstehende Reise zu tanken.

Tipp vor dem Roadtrip:

Stelle sicher, dass dein Camper vollständig ausgestattet ist! Neben Wasser- und Benzinkanistern sowie einer Grundausstattung an Lebensmitteln solltest du auch an Dinge wie Kartenmaterial (falls das Netz im Outback versagt) und Erste-Hilfe-Kits denken.

Die Great Ocean Road

Spektakuläre Küstenlandschaften

Kaum bist du aus Melbourne heraus, erwartet dich ein echtes Highlight: die Great Ocean Road. Diese weltberühmte Küstenstraße schlängelt sich entlang schroffer Klippen und vorbei an traumhaften Stränden. Die Zwölf Apostel, riesige Kalksteinfelsen im Meer, sind ein absolutes Must-See.

Must-Stops:

  • Bells Beach: Ein Paradies für Surfer.

  • Apollo Bay: Perfekt für einen kurzen Strandspaziergang.

  • Cape Otway: Besuche den Leuchtturm und halte Ausschau nach Koalas.

Tipp: Plane genügend Zeit für Fotostopps ein und tanke den Camper regelmäßig auf – Tankstellen sind hier seltener als du denkst.

Grampians National Park

Wanderparadies mit Aussicht

Von der Küste geht’s ins Inland zu den majestätischen Grampians. Hier kannst du beeindruckende Wanderungen unternehmen, Wasserfälle bestaunen und mehr über die Kultur der Aborigines erfahren. Die Aussicht vom Pinnacle Lookout wird dich umhauen!

Tipp: Die Grampians sind bekannt für ihre Tierwelt – halte die Kamera bereit für Kängurus und Emus.

Barossa Valley

Genuss für alle Sinne

Jetzt wird es genussvoll: Das Barossa Valley ist eines der bekanntesten Weinbaugebiete Australiens. Gönn dir eine Weinverkostung und genieße regionale Spezialitäten, bevor es weiter ins Outback geht.

Tipp: Wenn du mit dem Camper unterwegs bist, kannst du auf einem der vielen Weingüter übernachten – ein unvergessliches Erlebnis.

 

Port Augusta

Das Tor zum Outback

Port Augusta wird oft als das "Tor zum Outback" bezeichnet. Hier solltest du dich noch einmal mit Vorräten eindecken und den Camper checken lassen. Ab jetzt beginnt der echte Outback-Teil deiner Reise.

Flinders Ranges

Rote Berge und wilde Schluchten

Die Flinders Ranges sind ein beeindruckendes Gebirge, das besonders bei Sonnenaufgang und -untergang in einem spektakulären Rot leuchtet. Ein Abstecher nach Wilpena Pound, einem natürlichen Amphitheater, ist ein absolutes Highlight.

Tipp: Trage festes Schuhwerk und achte auf ausreichenden Sonnenschutz – die Sonne kann hier gnadenlos sein.

Coober Pedy

Die Stadt unter der Erde

Willkommen in der Opalhauptstadt der Welt! Coober Pedy ist berühmt für seine unterirdischen Häuser und Hotels, die die Bewohner vor der Wüstenhitze schützen. Besuche eine Opalmine oder übernachte in einem unterirdischen Hostel.

Tipp: Probiere die regionale Spezialität „Känguru-Steak“ und erkunde die bizarre Mondlandschaft außerhalb der Stadt.

Uluru und Kata Tjuta

Magie im Herzen Australiens

Kein Outback-Roadtrip wäre komplett ohne einen Besuch beim Uluru (Ayers Rock) und den nahegelegenen Kata Tjuta (Olgas). Der Anblick des Uluru bei Sonnenaufgang oder -untergang ist absolut magisch. Nimm an einer geführten Tour teil, um mehr über die spirituelle Bedeutung dieses Ortes für die Anangu, die traditionellen Besitzer, zu erfahren.

Tipp: Bleib respektvoll und halte dich an die Regeln der Aborigines, insbesondere was das Klettern auf den Uluru betrifft (das inzwischen verboten ist).

Kings Canyon

Atemberaubende Schluchten

Eine Wanderung entlang des Kings Canyon Rim Walk gehört zu den unvergesslichen Momenten dieses Roadtrips. Der Blick in die tiefe Schlucht ist atemberaubend.

Tipp: Starte früh am Morgen, um der Mittagshitze zu entgehen, und nimm genügend Wasser mit.

Stuarts Well Roadhouse

Ein singender Dingo

Auf dem Weg nach Alice Springs solltest du einen Zwischenstopp im Stuarts Well Roadhouse einlegen. Hier lebt ein ganz besonderer Bewohner: ein Dingo, der „singt“!

Tipp: Nutze die Roadhouses entlang des Stuart Highway, um Benzin zu tanken und kleine Pausen einzulegen.

Alice Springs

Das Herz des Outbacks

Alice Springs ist der perfekte Ort, um ein paar Tage zu entspannen und das Outback-Leben zu erleben. Besuche den Royal Flying Doctor Service oder erkunde den Alice Springs Desert Park.

Tipp: Die Stadt ist auch der Ausgangspunkt für Touren in die West MacDonnell Ranges.

Devils Marbles

Mystische Felsformationen

Die Devils Marbles (Karlu Karlu) sind riesige Granitkugeln, die wie zufällig aufeinander gestapelt wirken. Sie sind ein heiliger Ort der Aborigines und ein großartiger Fotostopp.

Mataranka

Heiße Quellen

Nach all der Outback-Hitze kannst du in den natürlichen Thermalquellen von Mataranka wunderbar entspannen. Das türkisfarbene Wasser ist angenehm warm und kristallklar.

Nitmiluk National Park

Schluchten und Wasserfälle

Nitmiluk, auch bekannt als Katherine Gorge, beeindruckt mit seinen tiefen Schluchten und Wasserfällen. Hier kannst du Kajak fahren oder eine Bootstour machen.

Kakadu National Park

UNESCO-Weltnatur- und -kulturerbe

Der Kakadu National Park bietet dir eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften, Tierwelt und Aborigine-Kultur. Die Yellow Water Cruises bringen dich ganz nah an Krokodile und exotische Vögel heran. Am Ubirr Rock kannst du uralte Felsmalereien bewundern und eine unglaubliche Aussicht genießen.

Litchfield National Park

Tropische Oasen

Kurz vor Darwin wartet der Litchfield National Park mit tropischen Wasserfällen und natürlichen Pools auf dich – ideal für eine letzte Abkühlung.

Darwin

Charmante Hauptstadt des Northern Territory

Nach Wochen auf der Straße erreichst du das tropische Darwin. Diese lebendige Stadt ist der perfekte Ort, um deinen Roadtrip gebührend abzuschließen. Genieße die Märkte, die Strände und die entspannte Atmosphäre.

Tipps für deine Reise durchs Outback

  • Tankstellen: Tanke, wann immer du kannst. Die Abstände zwischen den Tankstellen sind enorm.
  • Vorräte: Nimm immer genügend Wasser und Lebensmittel mit – mindestens 5 Liter Wasser pro Person und Tag.
  • Navigation: Verlass dich nicht ausschließlich auf GPS. Eine physische Straßenkarte kann im Outback Gold wert sein.
  • Tiere: Fahre vorsichtig, besonders in der Dämmerung – Kängurus sind bekannt dafür, plötzlich die Straße zu überqueren.
  • Kommunikation: Ein Satellitentelefon oder ein Notfallgerät wie ein EPIRB kann in abgelegenen Gebieten lebensrettend sein.

Fazit

Ein Roadtrip von Melbourne nach Darwin ist mehr als nur eine Reise – es ist ein Abenteuer, das du nie vergessen wirst. Du wirst die Vielfalt Australiens erleben, von rauen Küsten und roten Wüsten bis hin zu tropischen Regenwäldern. Mit diesen Tipps und deinem Camper bist du perfekt ausgestattet, um das Outback in vollen Zügen zu genießen.

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Unser zweites Zuhause für drei Monate

Willkommen zurück, Hoi An!

Nach dreieinhalb Wochen Roadtrip entlang der australischen Ostküste, nach Cairns und dem Daintree-Regenwald, nach Monaten voller roter Erde, weiter Wälder und endloser Highways – haben wir uns wieder in den Flieger gesetzt. Diesmal zurück. Zurück nach Vietnam. Zurück nach Hoi An.

Und während sich das Flugzeug über dem Südchinesischen Meer in den Sinkflug senkte, war da dieses Gefühl, das man eigentlich nur vom Nachhausekommen kennt.
 

Erst der Plan, dann das Haus

Mit Australien hatten wir einen Kontinent erlebt, der uns gefordert, begeistert und manchmal auch erschöpft hat. Hoi An würde das Gegenteil sein: vertraut, warm, einfach. Ein Ort, den wir kennen und lieben. Ein Ort, an dem wir ankommen wollten – für längere Zeit.

Der Plan war schnell gemacht, die Umsetzung denkbar unkompliziert. Wir buchten einen Flug und eine Unterkunft für die ersten Tage. Mehr nicht. Denn wir wussten: Das richtige Zuhause würden wir vor Ort finden.

Und so bezogen wir zunächst ein kleines Gästehaus in Tra Que, dem idyllischen Gemüsedorf am Stadtrand von Hoi An. Wer Hoi An kennt, weiß: Die Stadt ist weniger eine Stadt als ein Geflecht aus kleinen Dörfern, die ineinanderfließen – die Altstadt, die Strände von An Bang und Cua Dai, das Gemüsedorf Tra Que, das Töpferdorf Thanh Ha. Jedes Viertel hat seinen eigenen Rhythmus, seinen eigenen Charakter.

Tra Que Hoi An

Tra Que ist besonders ruhig. Schmale Wege führen an sattgrünen Gemüsefeldern vorbei, Bauern arbeiten im frühen Morgenlicht, Hähne krähen, Motorräder sind weit weg. Hier suchten wir in den ersten Tagen parallel nach einem Haus zur Miete – und wurden schnell fündig.

Nach wenigen Tagen hatten wir den Mietvertrag unterschrieben. Drei Monate Hoi An. Es ist offiziell.
 

An Bang – Strandleben mit Ruheoase

Unser Haus liegt in An Bang, dem Stranddorf von Hoi An, nur wenige Schritte von der Strandstraße entfernt. Dort tobt das Leben: Restaurants, Bars, Cafés, Händler, Touristen, Locals. Der Strand von An Bang ist einer der schönsten der Gegend – breit, lang, mit feinem Sand und einem Blick aufs Meer und die vorgelagerten Cham-Inseln, der immer wieder aufs Neue einfach wunderschön ist.

Hidden Beach An Bang Hoi An

Und doch: Unser Haus selbst liegt völlig ruhig. Eine andere Welt, dabei fast nur um die Ecke. Wir haben einen kleinen Garten mit einem mächtigen Mangobaum und einem Affenbrotbaum, unter denen wir viele Stunden verbracht haben – mit Kaffee am Morgen, mit Büchern am Nachmittag, mit einem Glas Wein am Abend, wenn die Hitze des Tages nachlässt. Solche Plätze findet man nicht, man hat Glück und stolpert über sie.
Haus An Bang Hoi An Haus An Bang Hoi An

 

Roller raus, Freiheit rein

Reisernte Hoi AnSchon am ersten Tag haben wir das getan, was in Hoi An einfach dazugehört: Maxi und Sebastian haben sich Roller gemietet. Ohne Roller ist man in Hoi An zwar nicht verloren, aber mit Roller ist man frei. Durch die Reisfelder, in die durch hunderte bunte Laternen erleuchtete Altstadt, an den Fluss, in dem die Wasserbüffel baden, zum Strand, in die Dörfer ringsum – alles geht, alles ist nah, alles macht Spaß.

Die Kinder wissen das noch besser als wir.

Wasserbüfel Hoi An Reisfelder Hoi An Lantern Boats Hoi An Reisernte Hoi An Hoi An

 

Sebastians Geburtstag – Gartenparty unter dem Mangobaum

Liesel Sebastian GeburtstagKaum haben wir die Koffer ausgepackt und die ersten Schubladen belegt, steht schon das erste große Ereignis bevor: Sebastians Geburtstag.

Ein Geburtstag in Hoi An, in einem neuen Haus, mit Freunden, die man gerade erst wiedergetroffen hat – das kann eigentlich nur gut werden.

Es hat sich schnell herausgestellt, dass unser direkter Nachbar Getränkehändler ist. Er beliefert die Restaurants und Bars in An Bang mit Bier und Softdrinks – und nachdem wir uns vorgestellt und ein bisschen geplaudert haben, beliefert er nun auch uns. Praktischer hätte der erste Nachbarschaftskontakt kaum beginnen können.

 Sebastian Geburtstag

Wir laden unsere Freunde ein, der Garten füllt sich, die Stimmung steigt. Und dann holt James, der begnadete Musiker, seine Gitarre raus und gibt ein kleines Privatkonzert unter dem Mangobaum. Die Abendluft ist warm, das Lachen laut, der Abend lang.

Ein wunderschöner Einstand in unser neues Hoi-An-Leben.

 

Alte Freunde, neue Gesichter

Was Hoi An für uns so besonders macht, ist nicht nur der Ort – es sind die Menschen.

Wir waren zuletzt im Januar hier. Seitdem ist die Community mächtig gewachsen. Familien, die damals noch nicht da waren, sind inzwischen angekommen und fest verwurzelt. Unter ihnen viele deutsche Familien, die denselben Weg gegangen sind: raus aus dem Alltag, rein ins Leben. Wir lernen tolle neue Menschen kennen, die wir so schnell nicht mehr missen möchten.

Und dann sind da die alten Freunde. Menschen, mit denen wir in Hoi An Abende verbracht, Abenteuer erlebt und Momente geteilt haben, die wir in Australien – ohne es laut zu sagen – ein bisschen vermisst haben. Diese Wiedersehen haben etwas Wärmendes, das man nicht planen kann.

Die Kinder strahlen. Ihre Freunde sind noch da. Manchmal ist das das Schönste überhaupt.

 

Drei Monate – mit allem, was dazugehört

Wir haben uns für drei Monate eingerichtet, und das bedeutet: echtes Leben, kein Tourismus. Mit Wochenmärkten statt Restaurants, mit Lieblingsplätzen statt Sehenswürdigkeiten, mit dem Gefühl, zu wissen, wo was ist – und warum man wo hingeht.

Unterbrochen wird diese Zeit natürlich – ein Visa-Run steht irgendwann an, und ein paar Ausflüge in die Region sind bereits in Planung. Aber das Schöne ist: Wir kehren zurück. Immer wieder zurück nach Hoi An.

An Bang Market

Denn hier haben wir Freunde. Hier kennen wir uns aus. Hier fühlen wir uns wohl.

Hier, unter dem Mangobaum in unserem kleinen Garten, mit dem Rauschen des Meeres, das man abends gerade noch ahnen kann, wenn der Wind aus der richtigen Richtung kommt – hier sind wir angekommen.