Australien - Die Ostküste

Auf zu neuen Abenteuern! - Roadtrip durch Western Australia (Teil 1)

Abschied von Hoi An – Aufbruch nach Down Under

Der Abschied von Hoi An fällt uns schwerer, als wir es uns eingestehen wollen. Diese Stadt, die ursprünglich nur eine kurze Zwischenstation auf unserer Weltreise sein sollte, ist für Wochen zu unserem Zuhause geworden. Zu einem Ort, an dem Alltag, Freundschaft und Gemeinschaft ineinandergeflossen sind. Bevor wir weiterziehen, laden wir unsere engsten Freunde zu einem gemeinsamen Abendessen in Trungs kleines Restaurant ein, das uns so ans Herz gewachsen ist.

Als wir die Runde betrachten, wird uns bewusst, was hier entstanden ist: Unser „enger Kreis“ umfasst mittlerweile fast zwanzig Menschen aus aller Welt. Unterschiedliche Nationalitäten, Lebensgeschichten, Altersgruppen – verbunden durch diesen einen Ort und eine gemeinsame Zeit. Gespräche, Lachen, Erinnerungen. Nach dem Essen ziehen wir weiter in die Bungalow Bar, in der wir so manchen wilden Abend verbracht haben. Wir spielen Pool, stoßen an, sitzen beisammen, als würden wir uns schon ewig kennen. Und doch wissen wir: Jetzt heißt es Abschied nehmen. Auf ungewisse Zeit.

Es wird emotional. Intensiver, als wir es erwartet hätten. Die vergangenen Wochen waren geprägt von Tiefe, Offenheit und einem Miteinander, das im normalen Alltag oft keinen Platz findet. Und weil dieser Ort uns in den letzen Wochen so viel gegeben hat, haben wir eine Entscheidung getroffen: Wir werden zurückkommen nach Hoi An. Und quasi als Versicherung lassen wir einen Koffer bei Chris und Steff – gefüllt mit Kleidung, aber vor allem mit Erinnerungsstücken unserer Reise. Irgendwann holen wir ihn wieder ab.

 

Ein Traum wird wahr: Australien

Nach dieser fantastischen Reisepause zieht es uns weiter. Ein persönlicher Höhepunkt unserer Reise steht bevor: Australien.
Wir packen unsere Sachen, nehmen ein Grab-Taxi zum Flughafen Da Nang, gönnen uns noch einmal die Lounge – ein ruhiger Übergang zwischen Abschied und Aufbruch. Der Flug führt uns zunächst nach Singapur. Den Flughafen kennen wir gut genug, um das Risiko einzugehen: nur 90 Minuten Umsteigezeit. Alles klappt reibungslos. Der Nachtflug ist ruhig, wir finden sogar etwas Schlaf.

Als wir am sehr frühen Morgen in Perth landen, ist es ein besonderer Moment. Achtzehn Jahre ist es her, dass Irene und Sebastian zuletzt australischen Boden betreten haben. Damals, 2007, waren wir drei Monate mit dem Camper unterwegs – von Melbourne nach Darwin quer durch den Kontinent, später an der Ostküste entlang zurück nach Melbourne. Eine Reise, die uns geprägt hat. Eine Zeit, von der wir unseren Kindern immer wieder erzählt haben. Und nun stehen wir hier – gemeinsam mit ihnen. Ein Traum wird wahr.

 

Roadtrip durch WA

Direkt nach der Landung holen wir unser Wohnmobil ab. Kein langes Zögern, kein Ankommen im Hotel – wir fahren los. Richtung Norden. Es tut so unendlich gut, wieder im Wohnmobil unterwegs zu sein. Der Verkauf unseres "Freddi" vor unserer großen Reise war ein schwerer Schritt für uns. Daher genießen wir einmal mehr die Freiheit, die das Reisen mit dem Wohnmobil mit sich bringt.

Unser erster Stopp ist der Yanchep Nationalpark. Kaum angekommen, liegt dieser unverwechselbare Duft von Eukalyptus in der Luft. Abends hüpfen Kängurus über den Campground, wir sehen Koalas in den Bäumen und hören das Kreischen der Kakadus. Für uns alle ist es der perfekte Start. Australien heißt uns willkommen.

 

 

Sand, Wüste und steinerne Wunder

Am nächsten Tag folgen wir der Küste weiter nach Norden. Bei Lancelin breitet sich eine gewaltige Sandwüste aus – hohe, weiße Dünen, die scheinbar direkt aus dem Nichts auftauchen. Die Kinder rollen lachend die Hänge hinunter, Sand überall, Sonne im Gesicht. Es fühlt sich leicht an, frei. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang atmen die klare Luft und genießen den Augenblick.

Danach geht es zu einem winzigen Campground direkt am Strand. Wir sind die einzigen Menschen dort. Das Rauschen des Meeres begleitet uns in den Schlaf.

Am nächsten Morgen geht es weiter nach Norden. Wenig später erreichen wir die Pinnacles im Nambung Nationalpark. Tausende bizarr geformte Kalksteinsäulen ragen aus dem gelben Sandboden. Ihre Entstehung ist bis heute nicht vollständig geklärt, vermutlich formten Wind, Wasser und Zeit diese Landschaft über Millionen Jahre. Der Kontrast aus Himmel, Sand und Stein wirkt fast surreal. Wir wandern durch diese bizarre Wüstenlandschaft und sind fasziniert davon, was die Natur alles erschaffen kann.


Kalbarri – Ein Canyon aus Zeit und Stein

Unser erstes größeres Etappenziel auf unserem Weg nach Norden ist der Kalbarri Nationalpark. Auf dem Weg nach dorthin legen wir einen Stopp an der Hutt Lagoon ein – einem berühmten pinkfarbenen Salzsee. Seine intensive Farbe entsteht durch Mikroalgen, die bei hohem Salzgehalt ein rötliches Pigment produzieren. Je nach Sonnenstand und Salzkonzentration schimmert der See in Rosa-, Lila- und Rottönen. Wir stehen staunend davor, verlieren uns in der Weite und im Farbenspiel.

Dann erreichen wir die zerklüftete Küstenlandschaft des Kalbarri Nationalpark – eines der landschaftlichen Highlights unserer bisherigen Reise. An der Küste haben Wind und Wellen eine unwirtliche Felslandschaft erschaffen. Im Hinterland hat der Murchison River über Millionen Jahre hinweg einen tiefen Canyon in das rote Gestein geschnitten. Wind und Wasser haben Schluchten, Klippen und Aussichtspunkte geformt, die uns sprachlos machen.

Wir besuchen Nature’s Window, eine natürliche Felsformation, die wie ein Bilderrahmen den Blick in den Canyon freigibt. Ganz in der Nähe ragt der Skywalk freitragend über die Schlucht hinaus. Unter uns hunderte Meter Tiefe, vor uns diese gewaltige Landschaft. Es gibt zahlreiche Lookouts, zu denen kleine Wanderungen führen. Alles sehr reizvoll.

Die Nacht verbringen wir auf einer Ranch. Dutzende Kängurus grasen in der Dämmerung, über uns spannt sich ein Sternenhimmel, wie man ihn nur im australischen Outback erlebt – klar, weit, überwältigend.

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker früh. Wir wollen unbedingt den Loop Walk machen, einen Wanderweg, der beginnend am Nature's Window entlang einer Flussschleife zuerst oben auf den Klippen und dann unten am Flussbett entlang führt. Doch der Weg wird bereits um 7 Uhr morgens geschlossen, weil die Hitze später gefährlich wird. Knapp zehn Kilometer liegen vor uns. Wir haben Wasservorräte und etwas zu essen dabei. Auf dem Track sind wir sind ganz allein. Stille, rote Felsen, das Licht des Morgens. Jeder Schritt fühlt sich sehr intensiv an. Wir lauschen den Geräuschen der Wildnis und bleiben immer wieder stehen, um die grandiose Landschaft zu bestaunen.

 

Nach der Wanderung fahren wir in den kleinen Ort Kalbarri. Wir haben uns eine Abkühlung verdient und kühlen uns in der geschützten Lagune ab.

Am folgenden Tag erkunden wir die Küstenlookouts südlich von Kalbarri. Schroffe Felsen stürzen senkrecht ins aquamarinblaue Meer. Der Wind pfeift unaufhörlich. Die Landschaft wirkt fast außerirdisch – roh, ungezähmt, beeindruckend.

 

Durch das Outback zur Shark Bay

Unsere nächste Etappe auf dem Weg nach Norden ist lang. Sehr lang. Mehrere hundert Kilometer liegen vor uns, hinein ins Outback. Der North West Coastal Highway zieht sich schnurgerade durch eintöniges Buschland. Über 40 Grad Hitze. Wir planen Wasser und Treibstoff sorgfältig. Die Monotonie macht müde.

Die Pause am Billabong Roadhouse ist Pflicht. Ein typisches Roadhouse mitten im Nirgendwo, hunderte Kilometer von der nächsten Ortschaft entfernt. Ein Ort zum Durchatmen, Auftanken – und Weiterfahren.

Am Hamelin Pool verlassen wir den Highway und fahren Richtung Westen, weitere 100 km. Doch schließlich öffnet sich die Landschaft, Buchten tauchen auf, türkisfarbenes Meer. Endlich erreichen wir den Shell Beach. Hier machen wir erstmal eine lange Pause. Der Shell Beach ist ein Strand, der vollständig aus Milliarden winziger Herzmuscheln besteht. Über Jahrtausende haben Strömungen sie hier abgelagert. Der Strand ist mehrere Kilometer lang, das Wasser knietief, warm – aber zum Schwimmen zu flach. Also waten wir hunderte Meter weit durch das Wasser und lassen die Weite, das Farbenspiel aus strahlendem Weiß und grellem Türkis und die Einsamkeit auf uns wirken.

Unser Spot für die Nacht liegt auf einem einsamen Plateau direkt am Meer. Um uns herum nichts als Stille, Weite und dieser unfassbare Sternenhimmel, der das Outback so magisch macht.

 

Shark Bay - Ein Ort der seinen Namen zurecht trägt

Am nächsten Morgen fahren wir weiter entlang der Lookouts. Von oben sehen wir sie: Hunderte Haie, die nahe der Küste patrouillieren. Wir sehen zahlreiche Rochen und viele verschiedene Arten von Haien. Der Name Shark Bay ist mehr als gerechtfertigt. Schwimmen gehen wir hier lieber nicht.

Zum Abkühlen fahren wir stattdessen in die Little Lagoon bei dem kleinen Ort Denham. Ruhiges Wasser, keine Haie – abgesehen von hochgiftigen Steinfischen. Man bleibt aufmerksam. In Denham legen wir dann noch einen Versorgungsstopp ein: Tanken, Lebensmittel- und Wasservorräte auffüllen, bevor es wieder in die Einsamkeit geht.

Am Abend wieder einer dieser Sonnenuntergänge, die nur Western Australia hervorbringt. Der Himmel brennt in Orange, Rot und Violett. Wir sitzen still, sehen zu, sind einfach nur da.

Nach vier Tagen in der Shark Bay heißt es umkehren. Wieder Richtung Süden. Denn dort warten noch weitere Orte auf uns, die wir unbedingt sehen möchten.

 

Australien hat uns zurück. Und wir spüren: Das hier ist erst der Anfang.

 

Mit dem Camper von Cairns nach Melbourne

Ein Roadtrip voller Abenteuer

Du träumst von Freiheit, atemberaubenden Landschaften und einem Hauch von Abenteuer? Dann schnapp dir einen Camper und begleite mich auf einer unvergesslichen Reise entlang der australischen Ostküste – von tropischen Regenwäldern bis hin zu pulsierenden Metropolen. Von Cairns bis Melbourne erwarten dich über 3.000 Kilometer voller magischer Momente und spektakulärer Erlebnisse. Pack deine Sachen, denn es geht los!

Start in Cairns

Tropisches Flair und das Great Barrier Reef

Dein Abenteuer beginnt in Cairns, der entspannten Stadt im Norden von Queensland. Schon beim ersten Bummel durch die Straßen spürst du die tropische Atmosphäre: Palmen säumen die Wege, und die Esplanade lädt mit ihrer Lagune zum Entspannen ein. Aber Cairns hat mehr zu bieten – vor allem eines der beeindruckendsten Naturwunder der Welt: das Great Barrier Reef.

Ein Rundflug über das Riff ist Pflicht! Aus der Vogelperspektive siehst du die Farbenpracht der Korallen und die schillernden Blautöne des Ozeans. Die schiere Größe des Riffs raubt dir den Atem. Nach diesem Erlebnis holst du deinen Camper ab – dein Zuhause auf Rädern für die nächsten Wochen. Los geht’s in Richtung Cape Tribulation!

Cape Tribulation

Wo Regenwald auf das Meer trifft

Auf der Fahrt nach Cape Tribulation durchquerst du den Daintree-Nationalpark, ein UNESCO-Weltnaturerbe. Hier erlebst du den ältesten Regenwald der Welt hautnah. Wandere über hölzerne Stege, lausche dem Zirpen der Zikaden und lass dich von der üppigen Pflanzenwelt verzaubern. Am Cape Tribulation treffen dichter Regenwald und weißer Sandstrand direkt aufeinander – ein absolut magischer Ort. Und nachts? Lass dich von den Geräuschen des Waldes in den Schlaf wiegen.

Townsville und Magnetic Island

Inselträume und bunte Unterwasserwelten

Dein nächster Stopp ist Townsville, eine charmante Küstenstadt. Von hier aus setzt du mit der Fähre über nach Magnetic Island. Auf der Insel fühlst du dich wie in einer anderen Welt. Miet dir einen knallbunten Moke (einen kleinen, offenen Inselwagen) und erkunde die malerischen Buchten und Aussichtspunkte. Halte Ausschau nach den berühmten Koalas, die in den Bäumen dösen.

Magnetic Island ist auch ein Paradies für Schnorchler. Die Unterwasserwelt entlang des Schnorchelpfades in Geoffrey Bay ist spektakulär – bunt schimmernde Korallen und neugierige Fische begleiten dich auf deinem Tauchgang. Nach diesem Inselabenteuer kehrst du mit einem breiten Lächeln auf die Fähre zurück.

Airlie Beach und die Whitsundays

Postkartenidylle pur

Die Straße führt dich weiter nach Airlie Beach, einem lebhaften Ort, der das Tor zu den Whitsunday Islands ist. Hier solltest du unbedingt eine Bootstour unternehmen! Während du durch die Inselgruppe segelst, kannst du es kaum glauben: feiner, weißer Sandstrand und türkisfarbenes Wasser – es sieht aus wie aus einem Reiseprospekt.

Ein Highlight der Tour ist der Whitehaven Beach, einer der schönsten Strände der Welt. Und wenn du schnorcheln möchtest, erwarten dich auch hier wieder farbenfrohe Korallenriffe und ein wahres Paradies unter Wasser. Airlie Beach wird dich nicht mehr so schnell loslassen!

Hervey Bay und Fraser Island

Abenteuer auf der größten Sandinsel der Welt

In Hervey Bay wartet das nächste Abenteuer: ein Tagesausflug nach Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt. Mit einem Geländewagen erkundest du die Insel, von kristallklaren Süßwasserseen wie dem Lake McKenzie bis hin zu den goldenen Sandstränden, an denen du kilometerweit entlangfahren kannst. Auch die Maheno-Wrack-Ruine, die gestrandete Überreste eines Schiffs, erzählt hier ihre eigene Geschichte. Diese Insel ist ein echter Abenteuerspielplatz!

Sunshine Coast und Brisbane

Surfen und City-Vibes

Die Sunshine Coast macht ihrem Namen alle Ehre – die sonnenverwöhnten Strände laden dich zum Surfen, Schwimmen und Entspannen ein. Besuche den bezaubernden Ort Noosa, wo das Leben etwas langsamer verläuft und dich der Nationalpark mit atemberaubenden Küstenwegen lockt.

Von hier aus geht es weiter nach Brisbane, der Hauptstadt von Queensland. Die Stadt ist modern, lebendig und vielseitig. Genieße einen Spaziergang entlang der South Bank, einem grünen Stadtviertel mit Gärten, Restaurants und einem künstlichen Strand. Brisbane ist ein Ort, an dem sich die Großstadt und die Natur die Hand reichen.

Gold Coast und Byron Bay

Surfer-Paradies und Walbeobachtungen

Nur eine Stunde südlich von Brisbane liegt die Gold Coast – ein Paradies für Surfer. Die Wolkenkratzer von Surfers Paradise, die goldenen Strände und das aufregende Nachtleben machen diesen Ort zu einem Hotspot für Abenteurer.

Weiter südlich erreichst du Byron Bay, wo die Atmosphäre entspannter wird. Die Hippie-Metropole Australiens ist bekannt für ihre alternative Szene und die atemberaubende Natur. Der Leuchtturm am Cape Byron ist der östlichste Punkt Australiens – ein großartiger Ort, um Pottwale direkt von der Küste aus zu beobachten. Dieses Erlebnis wirst du nie vergessen.

Sydney

Die Perle Australiens entdecken

Sydney, die größte Stadt Australiens, begeistert mit einer Mischung aus urbanem Flair, traumhaften Stränden und beeindruckender Natur. Egal, ob du die weltberühmte Oper bestaunst, durch das historische Viertel The Rocks schlenderst oder an den Stränden von Bondi oder Manly entspannst – Sydney hat für jeden etwas zu bieten.

Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest

Ein absolutes Highlight ist natürlich das Sydney Opera House, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Welt. Direkt daneben erstreckt sich die Harbour Bridge, die du entweder überqueren oder bei einer geführten Klettertour erklimmen kannst – mit spektakulärem Blick auf den Hafen!

Für alle, die Natur lieben, bietet sich ein Besuch im Royal Botanic Garden an, eine grüne Oase mitten in der Stadt. Ein besonderer Aussichtspunkt ist Mrs. Macquarie’s Chair, eine in Stein gemeißelte Bank, die einen atemberaubenden Blick auf das Opernhaus und die Harbour Bridge bietet – perfekt für Fotos, besonders zum Sonnenuntergang.

Strände und Outdoor-Erlebnisse

Sydney ist ein Paradies für Strandliebhaber. Der berühmte Bondi Beach lädt zum Surfen und Sonnenbaden ein, während der malerische Coogee Walk fantastische Ausblicke auf die Küste bietet. Wer es ruhiger mag, findet in Manly Beach oder Watsons Bay perfekte Plätze zum Entspannen.

Kulinarik & Nightlife

Von trendigen Cafés in Surry Hills bis hin zu erstklassigen Restaurants am Darling Harbour – Sydney verwöhnt Feinschmecker mit frischen Meeresfrüchten und internationaler Küche. Am Abend locken angesagte Rooftop-Bars und gemütliche Pubs, die das Stadtleben perfekt abrunden.

Sydney ist eine Stadt, die begeistert – mit ihrer Vielfalt, Schönheit und entspannten Lebensart. Wer Australien besucht, sollte sich dieses Juwel nicht entgehen lassen!

Canberra und Bittangabee Bay

Von der Hauptstadt in die Wildnis

Nach der lebhaften Metropole steht ein Besuch in Canberra, der Hauptstadt Australiens, an. Die Stadt ist ruhig, geordnet und bietet viele interessante Museen und Galerien. Besonders sehenswert ist das Australische Kriegsmuseum sowie das Parlament.

Danach wird es wieder wild: Die Bittangabee Bay im Ben-Boyd-Nationalpark bietet dir abgelegene Strände und atemberaubende Natur. Ein idealer Ort, um für ein oder zwei Tage den Alltag hinter dir zu lassen und die Ruhe zu genießen.

Wilsons Promontory

Australiens wilde Seite

„The Prom“, wie die Einheimischen Wilsons Promontory nennen, ist ein Highlight auf dem Weg nach Melbourne. Der Nationalpark begeistert mit spektakulären Wanderwegen, einsamen Stränden und einer reichen Tierwelt. Vielleicht entdeckst du Wombats oder Kängurus auf deiner Tour! Ein besonders schöner Ort ist der Squeaky Beach, dessen Sand unter deinen Füßen quietscht.

Fazit: Ein Roadtrip, der dich für immer verändert

Ein Roadtrip von Cairns nach Melbourne ist mehr als nur eine Reise – es ist eine Erfahrung, die dich bereichert und dich die Schönheit Australiens hautnah erleben lässt. Von tropischen Regenwäldern über endlose Strände bis hin zu pulsierenden Städten bietet diese Route alles, was dein Herz begehrt. Also, worauf wartest du? Dein Camper steht bereit, und das Abenteuer wartet auf dich!

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Auf zu neuen Abenteuern! - Roadtrip durch Western Australia (Teil 1)

Abschied von Hoi An – Aufbruch nach Down Under

Der Abschied von Hoi An fällt uns schwerer, als wir es uns eingestehen wollen. Diese Stadt, die ursprünglich nur eine kurze Zwischenstation auf unserer Weltreise sein sollte, ist für Wochen zu unserem Zuhause geworden. Zu einem Ort, an dem Alltag, Freundschaft und Gemeinschaft ineinandergeflossen sind. Bevor wir weiterziehen, laden wir unsere engsten Freunde zu einem gemeinsamen Abendessen in Trungs kleines Restaurant ein, das uns so ans Herz gewachsen ist.

Als wir die Runde betrachten, wird uns bewusst, was hier entstanden ist: Unser „enger Kreis“ umfasst mittlerweile fast zwanzig Menschen aus aller Welt. Unterschiedliche Nationalitäten, Lebensgeschichten, Altersgruppen – verbunden durch diesen einen Ort und eine gemeinsame Zeit. Gespräche, Lachen, Erinnerungen. Nach dem Essen ziehen wir weiter in die Bungalow Bar, in der wir so manchen wilden Abend verbracht haben. Wir spielen Pool, stoßen an, sitzen beisammen, als würden wir uns schon ewig kennen. Und doch wissen wir: Jetzt heißt es Abschied nehmen. Auf ungewisse Zeit.

Es wird emotional. Intensiver, als wir es erwartet hätten. Die vergangenen Wochen waren geprägt von Tiefe, Offenheit und einem Miteinander, das im normalen Alltag oft keinen Platz findet. Und weil dieser Ort uns in den letzen Wochen so viel gegeben hat, haben wir eine Entscheidung getroffen: Wir werden zurückkommen nach Hoi An. Und quasi als Versicherung lassen wir einen Koffer bei Chris und Steff – gefüllt mit Kleidung, aber vor allem mit Erinnerungsstücken unserer Reise. Irgendwann holen wir ihn wieder ab.

 

Ein Traum wird wahr: Australien

Nach dieser fantastischen Reisepause zieht es uns weiter. Ein persönlicher Höhepunkt unserer Reise steht bevor: Australien.
Wir packen unsere Sachen, nehmen ein Grab-Taxi zum Flughafen Da Nang, gönnen uns noch einmal die Lounge – ein ruhiger Übergang zwischen Abschied und Aufbruch. Der Flug führt uns zunächst nach Singapur. Den Flughafen kennen wir gut genug, um das Risiko einzugehen: nur 90 Minuten Umsteigezeit. Alles klappt reibungslos. Der Nachtflug ist ruhig, wir finden sogar etwas Schlaf.

Als wir am sehr frühen Morgen in Perth landen, ist es ein besonderer Moment. Achtzehn Jahre ist es her, dass Irene und Sebastian zuletzt australischen Boden betreten haben. Damals, 2007, waren wir drei Monate mit dem Camper unterwegs – von Melbourne nach Darwin quer durch den Kontinent, später an der Ostküste entlang zurück nach Melbourne. Eine Reise, die uns geprägt hat. Eine Zeit, von der wir unseren Kindern immer wieder erzählt haben. Und nun stehen wir hier – gemeinsam mit ihnen. Ein Traum wird wahr.

 

Roadtrip durch WA

Direkt nach der Landung holen wir unser Wohnmobil ab. Kein langes Zögern, kein Ankommen im Hotel – wir fahren los. Richtung Norden. Es tut so unendlich gut, wieder im Wohnmobil unterwegs zu sein. Der Verkauf unseres "Freddi" vor unserer großen Reise war ein schwerer Schritt für uns. Daher genießen wir einmal mehr die Freiheit, die das Reisen mit dem Wohnmobil mit sich bringt.

Unser erster Stopp ist der Yanchep Nationalpark. Kaum angekommen, liegt dieser unverwechselbare Duft von Eukalyptus in der Luft. Abends hüpfen Kängurus über den Campground, wir sehen Koalas in den Bäumen und hören das Kreischen der Kakadus. Für uns alle ist es der perfekte Start. Australien heißt uns willkommen.

 

 

Sand, Wüste und steinerne Wunder

Am nächsten Tag folgen wir der Küste weiter nach Norden. Bei Lancelin breitet sich eine gewaltige Sandwüste aus – hohe, weiße Dünen, die scheinbar direkt aus dem Nichts auftauchen. Die Kinder rollen lachend die Hänge hinunter, Sand überall, Sonne im Gesicht. Es fühlt sich leicht an, frei. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang atmen die klare Luft und genießen den Augenblick.

Danach geht es zu einem winzigen Campground direkt am Strand. Wir sind die einzigen Menschen dort. Das Rauschen des Meeres begleitet uns in den Schlaf.

Am nächsten Morgen geht es weiter nach Norden. Wenig später erreichen wir die Pinnacles im Nambung Nationalpark. Tausende bizarr geformte Kalksteinsäulen ragen aus dem gelben Sandboden. Ihre Entstehung ist bis heute nicht vollständig geklärt, vermutlich formten Wind, Wasser und Zeit diese Landschaft über Millionen Jahre. Der Kontrast aus Himmel, Sand und Stein wirkt fast surreal. Wir wandern durch diese bizarre Wüstenlandschaft und sind fasziniert davon, was die Natur alles erschaffen kann.


Kalbarri – Ein Canyon aus Zeit und Stein

Unser erstes größeres Etappenziel auf unserem Weg nach Norden ist der Kalbarri Nationalpark. Auf dem Weg nach dorthin legen wir einen Stopp an der Hutt Lagoon ein – einem berühmten pinkfarbenen Salzsee. Seine intensive Farbe entsteht durch Mikroalgen, die bei hohem Salzgehalt ein rötliches Pigment produzieren. Je nach Sonnenstand und Salzkonzentration schimmert der See in Rosa-, Lila- und Rottönen. Wir stehen staunend davor, verlieren uns in der Weite und im Farbenspiel.

Dann erreichen wir die zerklüftete Küstenlandschaft des Kalbarri Nationalpark – eines der landschaftlichen Highlights unserer bisherigen Reise. An der Küste haben Wind und Wellen eine unwirtliche Felslandschaft erschaffen. Im Hinterland hat der Murchison River über Millionen Jahre hinweg einen tiefen Canyon in das rote Gestein geschnitten. Wind und Wasser haben Schluchten, Klippen und Aussichtspunkte geformt, die uns sprachlos machen.

Wir besuchen Nature’s Window, eine natürliche Felsformation, die wie ein Bilderrahmen den Blick in den Canyon freigibt. Ganz in der Nähe ragt der Skywalk freitragend über die Schlucht hinaus. Unter uns hunderte Meter Tiefe, vor uns diese gewaltige Landschaft. Es gibt zahlreiche Lookouts, zu denen kleine Wanderungen führen. Alles sehr reizvoll.

Die Nacht verbringen wir auf einer Ranch. Dutzende Kängurus grasen in der Dämmerung, über uns spannt sich ein Sternenhimmel, wie man ihn nur im australischen Outback erlebt – klar, weit, überwältigend.

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker früh. Wir wollen unbedingt den Loop Walk machen, einen Wanderweg, der beginnend am Nature's Window entlang einer Flussschleife zuerst oben auf den Klippen und dann unten am Flussbett entlang führt. Doch der Weg wird bereits um 7 Uhr morgens geschlossen, weil die Hitze später gefährlich wird. Knapp zehn Kilometer liegen vor uns. Wir haben Wasservorräte und etwas zu essen dabei. Auf dem Track sind wir sind ganz allein. Stille, rote Felsen, das Licht des Morgens. Jeder Schritt fühlt sich sehr intensiv an. Wir lauschen den Geräuschen der Wildnis und bleiben immer wieder stehen, um die grandiose Landschaft zu bestaunen.

 

Nach der Wanderung fahren wir in den kleinen Ort Kalbarri. Wir haben uns eine Abkühlung verdient und kühlen uns in der geschützten Lagune ab.

Am folgenden Tag erkunden wir die Küstenlookouts südlich von Kalbarri. Schroffe Felsen stürzen senkrecht ins aquamarinblaue Meer. Der Wind pfeift unaufhörlich. Die Landschaft wirkt fast außerirdisch – roh, ungezähmt, beeindruckend.

 

Durch das Outback zur Shark Bay

Unsere nächste Etappe auf dem Weg nach Norden ist lang. Sehr lang. Mehrere hundert Kilometer liegen vor uns, hinein ins Outback. Der North West Coastal Highway zieht sich schnurgerade durch eintöniges Buschland. Über 40 Grad Hitze. Wir planen Wasser und Treibstoff sorgfältig. Die Monotonie macht müde.

Die Pause am Billabong Roadhouse ist Pflicht. Ein typisches Roadhouse mitten im Nirgendwo, hunderte Kilometer von der nächsten Ortschaft entfernt. Ein Ort zum Durchatmen, Auftanken – und Weiterfahren.

Am Hamelin Pool verlassen wir den Highway und fahren Richtung Westen, weitere 100 km. Doch schließlich öffnet sich die Landschaft, Buchten tauchen auf, türkisfarbenes Meer. Endlich erreichen wir den Shell Beach. Hier machen wir erstmal eine lange Pause. Der Shell Beach ist ein Strand, der vollständig aus Milliarden winziger Herzmuscheln besteht. Über Jahrtausende haben Strömungen sie hier abgelagert. Der Strand ist mehrere Kilometer lang, das Wasser knietief, warm – aber zum Schwimmen zu flach. Also waten wir hunderte Meter weit durch das Wasser und lassen die Weite, das Farbenspiel aus strahlendem Weiß und grellem Türkis und die Einsamkeit auf uns wirken.

Unser Spot für die Nacht liegt auf einem einsamen Plateau direkt am Meer. Um uns herum nichts als Stille, Weite und dieser unfassbare Sternenhimmel, der das Outback so magisch macht.

 

Shark Bay - Ein Ort der seinen Namen zurecht trägt

Am nächsten Morgen fahren wir weiter entlang der Lookouts. Von oben sehen wir sie: Hunderte Haie, die nahe der Küste patrouillieren. Wir sehen zahlreiche Rochen und viele verschiedene Arten von Haien. Der Name Shark Bay ist mehr als gerechtfertigt. Schwimmen gehen wir hier lieber nicht.

Zum Abkühlen fahren wir stattdessen in die Little Lagoon bei dem kleinen Ort Denham. Ruhiges Wasser, keine Haie – abgesehen von hochgiftigen Steinfischen. Man bleibt aufmerksam. In Denham legen wir dann noch einen Versorgungsstopp ein: Tanken, Lebensmittel- und Wasservorräte auffüllen, bevor es wieder in die Einsamkeit geht.

Am Abend wieder einer dieser Sonnenuntergänge, die nur Western Australia hervorbringt. Der Himmel brennt in Orange, Rot und Violett. Wir sitzen still, sehen zu, sind einfach nur da.

Nach vier Tagen in der Shark Bay heißt es umkehren. Wieder Richtung Süden. Denn dort warten noch weitere Orte auf uns, die wir unbedingt sehen möchten.

 

Australien hat uns zurück. Und wir spüren: Das hier ist erst der Anfang.